Unerschrocken*

impavidi [im’pa:vidi] (lateinisch, Adjektiv maskulin Plural), deutsch: “mutig, unerschrocken”

impavidi ist Spezialist in der Entwicklung, Implementierung und Optimierung von Risikomodellen für die Finanz- und Versicherungsindustrie. weiterlesen...

Aktuelles

neue EBA Guideline stärkt Verbraucherschutz bei Bankprodukten

Die „Leitlinien für Überwachung und Governance von Bankprodukten im Privatkundengeschäft  oder auch kurz PoG-Leitlinien, sind als Ergänzung und Spezifizierung der 2011 publizierten EBA-Leitlinien zur internen Governance (GL44) zu verstehen. Die GL44 wurden durch die 4. MaRisk-Novelle in das deutsche Recht überführt. Die PoG-Leitlinien erweitern die GL44, um den Aspekt des Verbraucherschutzes.

In ihrer Argumentation zu den finalen Leitlinien bemängelt die EBA den derzeit nicht ausreichenden Einbezug des Verbrauchers in die Produktentwicklung der Institute. Die Interessen, Ziele und Eigenschaften der Verbraucher sollen an erster Stelle stehen.

Somit ist das Hauptziel der EBA, die Art und Weise der Produktentwicklung zu ändern. Sowohl die Produkthersteller  als auch die Produktvertreiber  sollen interne Regelungen und Maßnahmen zur wirksamen Produktüberwachung und -steuerung im Hinblick auf den Verbraucherschutz umsetzen.

Von der EBA-Guideline betroffen sind alle Bankgeschäfte und -dienstleistungen mit Verbrauchern, die nicht unter die Regelungen der MiFiD fallen. Insbesondere sind dies alle Formen des Einlagengeschäftes, Kredite und Darlehen (auch Wohnimmobiliendarlehen), Zahlungskonten und -dienstleistungen, -instrumente sowie alle anderen Zahlungsmittel – unabhängig davon, ob durch die Bank in eigenem Namen vertrieben oder nur vermittelt.

Die Umsetzung der PoG–Leitlinien muss laut EBA-Umsetzungsfrist bis zum 03. Januar 2017 erfolgt sein. Gegenüber der EBA hat sich die BaFin compliant erklärt und strebt nach derzeitigem Kenntnisstand keine Fristverlängerung an. Damit Sie als Institut für entsprechende Prüfungen gewappnet sind, gilt es deshalb die Weichen bereits dieses Jahr zu stellen. 

Das impavidi Team unterstützt Sie gerne bei der Umsetzung der Leitlinien. Durch ein zielgerichtetes Vorgehen werden Ihre Produkte und Prozesse aufgenommen, analysiert und kategorisiert. Die anschließende Gegenüberstellung der Produkte und Prozesse zum Zielbild zeigt den benötigten Anpassungsbedarf in Ihrem Institut, welcher im letzten Schritt gemeinsam umgesetzt wird.


 

Eigenkapital bleibt knappes Gut

Die Strategie der Regulatoren, Banken intensiv auf Krisenfestigkeit zu trimmen, setzt sich in den Leitlinien des bankaufsichtlichen Überprüfungs- und Beurteilungsprozesses (SREP) fort. Kernaspekt der deutschen regulatorischen Praxis wird sein, eine aufsichtlich angemessene Eigenkapitalausstattung festzusetzen.

Klar ist hierbei: die SREP-Kapitalfestsetzung wird in die Risikotragfähigkeitsrechnung einfließen müssen und für höhere Anforderungen an die Eigenmittelausstattung sorgen, Kapitalfestsetzungen oberhalb der Säule-1-Standards werden zur Regel.

Die SREP-Kapitalfestsetzung wird insbesondere bei Modellschwächen der internen Risikosteuerung sowie Mängeln in Kontrolle, Governance und Prozessen erhöht. Die Steuerung der Eigenmittelausstattung wird damit zunehmend von qualitativen Merkmalen der Risikossysteme und -prozesse beeinflusst: ein weiterer Grund, die Risikokultur und Risiko-Governance im Hause auszubauen und zu verfestigen.

Wir stehen gern für die individuelle Wertung im Kontext Ihrer konkreten Anforderungen zur Verfügung.